Es ist Zeit für Urlaub. Wir haben so viel gesehen und gemacht, jetzt möchten wir uns ein wenig entspannen.
Reisen ist nicht dasselbe wie Urlaub machen. Reisen bedeutet, ständig den Rucksack ein- und auspacken, ständig neue Orte, Unterkünfte und viele Stunden in Transportmitteln um von A nach B zu kommen. Reisen bedeutet, neues zu entdecken, tausende neue Eindrücke in sich aufzusaugen, in örtlich, optisch und kulturell fremde Umgebungen einzutauchen und einfach das Leben zu spüren.
Das ist aufregend und spannend, aber irgendwann rufen Körper und Geist nach einer Pause.
In Puerto Lopez haben wir in zweifacher Hinsicht einen gute Ort dafür gewählt. Der Ort am sich und unsere schöne Unterkunft.
In einer breiten Bucht gelegen, mit langem schönen Sandstrand gefällt uns der Puerto Lopez sehr gut.
Die erste Häuserreihe am Strand ist voll und ganz auf den Tourismus eingestellt mit vielen Restaurants, Cafes, Touranbietern und Läden.
Daneben gibt es eine Reihe Strandbars, die mit Selfiekulissen aus blinkenden Leuchtmotiven und lauter Musik auf sich aufmerksam macht. Zum Glück begrenzt sich das auf überschaubare Meter. Läuft man nur einen Block in den Ort hinein wandelt sich das Bild und Puerto Lopez wirkt sehr authentisch.
Dann haben wir mit der Hosteria Mandala eine wunderschöne Unterkunft gefunden. In einem botanischen Garten mit dichter Vegetation liegen die Cabanas und Zimmer verteilt. Aus großen Fenstern blickt man ins Grüne und auf der eigenen Terrasse laden Hängematten zum entspannen ein.
Liebevolle Details springen überall ins Auge. Es scheint alles in dieser Unterkunft handgemacht zu sein.
Morgens frühstücken wir mit Blick aufs Meer und freuen uns, einen so schönen Ort gefunden zu haben.
Die nächsten Tage verlaufen ruhig und ohne Programm. Wir gehen am Strand spazieren oder liegen in der Hängematte. Einen Ausflug hätte ich aber unglaublich gerne noch gemacht. Zum Rio Ayambe, der ein toller Birdingspot sein soll. Ein Darminfekt kam leider dazwischen. Jetzt müssen wir nochmals hierherreisen 😉
Aber wir konnten die Fischer bei ihrer Arbeit zweimal am Strand beobachten. Der Fischfang wird hier von unzähligen Fregattvögeln und Pelikanen begleitet. Dadurch wird ein richtiges Spektakel daraus.
Der erste Fischfang fand direkt in der Bucht und in Strandnähe statt. Ein ausgelegtes Netz wurde vom Strand aus mit mehreren Mann immer enger gezogen. Einiges wurde wieder zurück ins Meer geworfen, wie z.B. Babyrochen. Auf diesen unerwünschten Beifang haben es die Vögel abgesehen. Bevor die Babyrochen die Chance haben ins Meer zurückzukehren, landen sie schon im Schnabel.
Unerwartet und sehr erfreut fanden wir uns hier für zwei Tage auch wieder zu unserer ursprünglichen Reisegruppe zusammen. Claudia und Flo kamen mit ihrem neues Bus von Quito nach Puerto Lopez gefahren. So hatten wir Gelegenheit nochmals Zeit miteinander zu verbringen und uns richtig zu verabschieden.