07.03.2023 – Hundeschlittenfahrt bei eisigen Temperaturen



Heute mittag steht eine Hundeschlittenfahrt auf unserem Programm. Da uns heute früh schon in der Hütte kalt ist ( wenn wir den Kaminofen nicht anmachen, haben wir meist 16 Grad) hält sich unsere Lust heute in die Kälte rauszugehen noch in Grenzen. Kurz vor 12 fangen wir dann doch schon mal mit dem Anziehen an. Bis man sich schichtweise vollständig eingepackt hat, braucht es seine Zeit. Dann noch das Auto freikratzen und los geht’s.


Vom Touranbieter „Visit Inari“ bekommen wir warme Stiefel, Handschuhe und Overalls gestellt. Mit meinem warmen Daunenmantel unter dem Overall fühle ich mich wie in der Sauna. Erst mal vor die Tür zum Abkühlen und den Daunenmantel wieder ausziehen, bevor ich schweißgebadet bin. Auch ohne Mantel habe ich am Oberkörper schon fünf Schichten an und an den Beinen drei. Den Overall noch nicht mitgezählt.

Mit einem kleinen Bus werden wir zu einer nahegelegenen „Huskyfarm“ gebracht. Die Hunde sind nicht alles Huskys, die anderen Rassen kenne ich jedoch nicht.
Wie bekommen eine Instruktion zum Hundeschlittenfahren und begreifen erst jetzt, dass wir auch selber fahren und uns nicht nur bequem in den Schlitten setzen. Nun gut.
Ich übernehme den ersten Teil der Strecke als „Fahrer“ und Markus nimmt vor mir im Schlitten Platz. Nach und nach starten alle Schlitten. Wir sind das letzte Gespann in der Reihe. Die 6 eingespannten Hunde sprinten sofort los, als ein Mitarbeiter das Seil vom Pflock löst. Die Energie der Hunde und der Bewwgungsdrang sind deutlich zu spüren. Gefühlt fliegen wir durch die Landschaft. Ab und an werden wir ausgebremst, wenn irgendwo vor uns ein anderes Gespann hält. Mit beiden Füßen muss man fest auf die Bremse steigen, um den eigenen Schlitten und damit die Hunde auszubremsen. Die Route führt entlang einer festen Spur im Schnee. Irgendwo auf der Strecke tausche ich mit Markus die Plätze und darf mich auf den Schlitten setzen. Je länger wir unterwegs sind, umso langsamer werden die Hunde. Wenn es hoch geht, unterstützt man sie, indem der Fahrer den Schlitten mit anschiebt. Bergab ist es wichtig den Schlitten etwas zu bremsen, damit er nicht schneller als die Hunde wird und in diese reinfährt.


Wir haben die Fahrt und die Landschaft sehr genossen. Der Fahrtwind im Gesicht war zeitweise sehr eisig und meine Wangen nicht mehr zu spüren . Aber bis auf die freien unvermeidlichen Stellen im Gesicht, waren wir für minus 20 Grad perfekt eingepackt.


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